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Hohen Rätien – ein Ort des Glaubens

Hoch über Thusis auf einem mächtigen Felsen am Eingang zur Viamala-Schlucht thront die Burganlange Hohen Rätien. Schon die Römer fühlten sich von diesem Ort angezogen. Händler, Soldaten und Reisende kamen am Burghügel vorbei und legten einen Halt ein. Mit der Zeit entstand dort auch ein Ort der Religion und des Glaubens.

Südostschweiz
Sonntag, 14. August 2016, 09:00 Uhr RSO Spirit

Die Burganlage Hohen Rätien ist keine Festungsanlage. Auch wenn es auf den ersten Blick so aussehen mag. Der Ort war vielmehr eine Zwischenstation für Reisende. Auf Hohen Rätien konnten sie sich ausruhen und wieder zu Kräften kommen. Für die Pferde gab es eine riesige Zisterne und wahrscheinlich auch einen Stall. Was auf dem Burghügel sicherlich gelebt wurde, war die Religion und der Glaube. Schon die Römer feierten auf Hohen Rätien ihre Kulte.

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Hohen Rätien heute. Bild Fabio Theus

Nachdem das Christentum ab dem 4. Jh. n. Chr. In die Alpentäler hineingetragen wurde, entstand auf Hohen Rätien die erste christliche Kirche in der Region. Während vielen Jahrhunderten versammelten sich dort oben die Christen und erweiterten in mehreren Etappen das Gotteshaus. Das war nötig, da die Gemeinde immer grösser wurde.

Auf Hohen Rätien feierten die Christen ihre Gottesdienste und tauften in einem noch heute erhaltenen achteckigen Taufbecken. Getauft wurden nicht wie heute die Säuglinge, sondern erwachsene Frauen und Männer.

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Das Taufbecken. Bild Fabio Theus

Sie aber versuchten ihre Taufe so lange wie möglich hinauszuzögern. Warum das so war und wie die Menschen auf Hohen Rätien gelebt haben, ist unter anderem Thema in der Religions- und Ethiksendung «Spirit» auf Radio Südostschweiz.

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Interviewpartner und Stiftungspräsident der Burg: Ruedi Jecklin.

Die ganze Sendung zum Nachhören

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