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Kantonsspital-Neubau verzögert sich

Der Neubau des Kantonsspitals Graubünden schreitet eigentlich planmässig voran. Dennoch verzögert sich der Einzug. Das wirkt sich leicht auf die Kosten aus.

Südostschweiz
Donnerstag, 20. September 2018, 09:32 Uhr Leicht höhere Kosten
Baustelle KSGR SUN
Der Neubau nimmt Formen an - dennoch geht der Zeitplan nicht ganz auf.
YANIK BÜRKLI

Der Bau des neuen Gebäudes am Kantonsspital Graubünden in Chur verläuft planmässig, der erste Teil des neuen Hauptgebäudes wird im Oktober 2019 zur Verfügung stehen, wie es in einer Mitteilung des Spitals heisst. Die nach der Fertigstellung notwendigen Tests für die Inbetriebnahme dauern jedoch länger als ursprünglich geplant. Anstelle von vier bis sechs Wochen werden die Tests zwei bis drei Monate in Anspruch nehmen. 

Die Folge: Der Neubau wird statt Mitte Wintersaison erst im April/Mai 2020 bezogen. «In der Wintersaison behandeln wir am meisten Patienten, entsprechend stark sind auch all unsere Mitarbeitenden, aber auch unsere Infrastruktur, ausgelastet. Ein Bezug mitten in der Wintersaison macht deswegen keinen Sinn», wird CEO Arnold Bachmann im Schreiben zitiert.

Leicht höhere Kosten

Der spätere Bezug führt nur leicht zu höheren Kosten für das Kantonsspital, wie die Verantwortlichen weiter betonen. Unter anderem kommt es zu leicht erhöhten Ausgaben bei der Baustellensicherung. Wegen den Verzögerungen beim ersten Gebäude kommt es ausserdem zu Verzögerungen beim Abbruch des Hauses A sowie beim Baustart des zweiten neuen Gebäudes. Dieses wird demnach voraussichtlich nicht im Jahr 2023 bezogen. Mitte 2020 sollte man mehr wissen. Beim Bettenhaus M für die Kinderklinink bleibt alles gleich. Dieses wird im November 2019 eröffnet. (koa)

Details zum Neubauprojekt:
Der Spatenstich für den Um- und Neubau des Kantonsspital Graubünden begann im Oktober 2014. Das neue Kerngebäude entlang der Loëstrasse ist 136 Meter lang, 25 Meter hoch und kostet 400 Millionen Franken.

VISUALISIERUNG KANTONSSPITAL GRAUBÜNDEN

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